ISO 8062-3:2023
Aktuell, ersetzt :2007. Sprechweise alt CT = neu DCTG. Wir nennen immer beides, z. B. CT9 / DCTG 9. CT16 wurde in DCTG 15wt umbenannt und gilt nur für Wanddicken.
Werkzeug · ISO 8062-3
Zeichnungen tragen oft ISO 2768 im Schriftfeld. Für das Rohteil gilt das nicht. Wir ordnen Ihre Maße ein: Gussmaß, Mischmaß oder Fertigmaß — und zeigen, was unsere Formanlage halten kann.
Zuerst das größte Maß und die Formanlage. Die Anlage folgt primär der Komplexität. Daraus folgen der CT-Standard und die RMA-Zeile.
Jedes Längenmaß verbindet zwei Flächen. Gegossen oder bearbeitet entscheidet, welche Norm greift.
Diese Einordnung ist ein Praxisvergleich zur Orientierung. Verbindlich bleiben die Norm und die Abstimmung mit der Gießerei.
Aktuell, ersetzt :2007. Sprechweise alt CT = neu DCTG. Wir nennen immer beides, z. B. CT9 / DCTG 9. CT16 wurde in DCTG 15wt umbenannt und gilt nur für Wanddicken.
Zurückgezogen. Form und Lage gehören heute nach ISO 22081:2021, nicht mehr ins Schriftfeld -mK.
Oft stehen DIN 1680/1683 (GTB-Grade) oder DIN 7168. Das sind andere Tabellen als ISO 8062-3 und ISO 2768.
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ISO 2768 sitzt im Schriftfeld, weil viele Zeichnungen den Fertigzustand denken. Klasse f, m, c oder v plus Formbuchstabe soll Längen, Winkel und oft Form in einem Kürzel erledigen. Das gehört zur spanenden Fertigung — nicht zum Rohteil.
HWS-Formanlage und Disa-Formanlage bestimmen, wie das Teil gegossen wird — nicht, in welchem Zustand es das Werk verlässt. Putzen, Strahlen, Grundieren oder Lackieren macht Röth. Die spanende Bearbeitung übernimmt Röth ebenfalls, sofern gewünscht. Die Zeichnung muss Rohkontur und Fertigkontur tragen. Eine Fläche ohne Zugabe ist fertig gedacht und roh bestellt.
CT ist die ältere, DCTG die aktuelle Sprechweise derselben Grade in ISO 8062-3:2023. Wir schreiben immer beide, etwa CT9 / DCTG 9.
CT9 bei 100 mm: Feld 2,2 mm · ISO 2768-f: ±0,15 mm Deshalb setzen wir keinen CT-Grad mit einem IT-Grad gleich. „Entspricht grob …“ bleibt ein Praxisvergleich. Verbindlich bleiben die Norm und die Abstimmung mit uns. ISO 2768-2 (Form und Lage) ist zurückgezogen. Nachfolger ist ISO 22081:2021. Wer auf einer Altzeichnung -mK liest, liest ein zurückgezogenes Formkapitel plus eine Längentoleranz, die ohnehin nicht für das Rohteil gilt.
Das Aufmaß nach ISO 8062-3 bzw. BDG-Praxis hängt am größten Gesamtmaß des Gussteils — nicht am einzelnen Feature.
außen R = F + 2·(RMA + CT/4) Praxisregel, kein Normwortlaut. Innen mit Minus, an der Stirn einseitig. Feine RMA-Grade (E, F) setzen ein abgestimmtes Modell-, Gieß- und Bearbeitungskonzept in Serie voraus. Sie sind abstimmungspflichtig, kein Katalogwert zum Ankreuzen.
Auf älteren Zeichnungen stehen oft DIN 1680 oder DIN 1683 mit GTB-Graden und DIN 7168 als Allgemeintoleranz.
Vor der Serie die gültige Rohteilnorm schriftlich festlegen. Wenn Ampel gelb oder rot zeigt, ist die Anfrage der richtige nächste Schritt — nicht ein engerer Schriftfeld-Eintrag.
Wir helfen bei der Einordnung heutiger ISO-8062-3- und ISO-GPS-Angaben. Das ersetzt keine lizenzierte Norm und keine Vereinbarung.
ISO-GPS (Geometrical Product Specifications) ist das ISO-Regelwerk für Größe, Form, Lage und Oberfläche auf der Zeichnung. Dazu gehören unter anderem ISO 8015 (Grundsätze), ISO 14405 (Größe), ISO 1101 (Form und Lage), ISO 2768 bzw. ISO 22081 (Allgemeintoleranzen) und ISO 286 (IT/Passungen).
Für Formteile gehört ISO 8062-3 zu diesem System: Sie ist die GPS-Norm für die Rohkontur. Am Rohguss gelten CT/DCTG und RMA. Schriftfeld-2768, IT-Grade und 1101-Zeichen beschreiben den Zustand nach der Zerspanung. Ein Mischmaß — eine Fläche noch gegossen — bleibt im vollen CT-Feld. Rohkontur und Fertigkontur müssen auf der Zeichnung getrennt sein.
Die Tabelle ordnet gängige Angaben. Sie ersetzt keine lizenzierte Norm und keine vereinbarten Prüfbedingungen.
| Angabe | Bedeutung | Rohguss | Fertigteil |
|---|---|---|---|
| CT / DCTG | Gusstoleranzgrad nach ISO 8062-3 | gilt für gegossene Maße | gilt nicht fürs Fertigmaß |
| RMA | Aufmaß je Seite, Zeile über das Gesamtmaß | legt die Rohkontur fest | wird zerspant |
| ISO 2768-f/m/c/v | Allgemeintoleranz für Längen | gilt nicht | gilt, wo keine Einzeltoleranz steht |
| Schriftfeld −mK | 2768-Länge m plus Form K | gilt nicht für die Rohkontur | Länge ja; Form K zurückgezogen (ISO 22081) |
| ± … | Einzeltoleranz am Maß | nur wenn das Maß als Rohmaß so steht | Fertigmaß, wenn beide Enden bearbeitet sind |
| IT7–IT16 | ISO 286, Passungen | gilt nicht | spanend |
| ⏤ Geradheit / ⏥ Ebenheit | Form, ISO 1101 | nicht als 2768-Allgemein; Rohform nur nach 8062-3, wenn vereinbart | Fertig, mit Bezug |
| ○ Rundheit / ⌭ Zylindrizität | Form, ISO 1101 | wie Form oben | Fertig, mit Bezug |
| ∥ Parallelität / ⊥ Rechtwinkligkeit / ∠ Neigung | Richtung, ISO 1101 | nicht über Schriftfeld-K | Fertig, Bezüge nötig |
| ⌖ Position | Ort, ISO 1101 | Rohlage streut mit dem CT-Feld | Fertig, Datumsbezug |
| ↗ Rundlauf | Lauftoleranz, ISO 1101 | kein Guss-Allgemeinmaß | Fertig |
| Ⓔ Hüllbedingung | Größe, ISO 14405 | nicht automatisch am Rohteil | nur wenn am Fertigmaß angegeben |
| Ⓜ / Ⓛ | Maximum- / Minimum-Material | gilt nicht als Roh-Allgemein | Fertig-GPS, wenn angegeben |
| ISO 8015 | Unabhängigkeit: Größe und Form getrennt, solange nichts anderes steht | Rohteil hat eigene Gussregeln | gilt fürs Fertigteil |
ISO 2768 ist eine Allgemeintoleranz für spanend hergestellte Teile. Rohteile haben eigene Normen. Für Guss gilt ISO 8062-3 (CT/DCTG). Ein Eintrag -mK im Schriftfeld beschreibt den Fertigzustand, nicht die Rohkontur.
CT ist die ältere Sprechweise für Gusstoleranzgrade nach ISO 8062-3. Die Ausgabe 2023 spricht DCTG. Dieselbe Zahl, zwei Namen: CT9 / DCTG 9. CT16 heißt in der neuen Ausgabe DCTG 15wt und gilt nur für Wanddicken.
Nein. Es gibt keine offizielle Umrechnung. CT/DCTG und IT bzw. ISO 2768 sind normativ nicht äquivalent. Wir zeigen nur einen Praxisvergleich zur Orientierung, niemals eine Gleichung zwischen CT-Grad und IT-Grad.
Nach dem größten Gesamtmaß des Gussteils, nicht nach dem einzelnen Feature. Eine 40-mm-Nabe an einem 900-mm-Gehäuse bekommt die Zeile 1000 mm. Feine RMA-Grade setzen ein abgestimmtes Modell-, Gieß- und Bearbeitungskonzept voraus.
DIN 1680/1683 (GTB-Grade) und DIN 7168 sind andere Regelwerke. Sie sind weder ISO 8062-3 noch ISO 2768. Vor der Serie klären, welche Norm die Rohkontur wirklich trägt — und das mit der Gießerei schriftlich festlegen.
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Schicken Sie die Einordnung mit der Zeichnung. Wir prüfen, was HWS oder Disa-Formanlage im Rohteil hält und wo Bearbeitung nötig ist.