Was ist Ballenguss?
Ballenguss formt ohne Formkasten. Die Maschine presst Sand zu einem Ballen mit zwei Formhälften. Bei Röth ist das die Disamatic mit Ballen 600×480×150-395 mm, Stückgewicht 0,2-30 kg, geeignet ab etwa 20 Formen je Los. Gegenstück ist der Kastenguss auf der HWS. Die Teilung steht senkrecht, Anschnitt und Kernlage drehen sich mit.
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Was es ist
Die Formen stehen als Reihe von Ballen: kein Kasten, dafür ein festes Ballenmaß und ein hoher Takt. Jeder Ballen trägt zwei Formhälften, die Teilung steht senkrecht. Eine übernommene waagerechte HWS-Teilung legt die Kerne falsch.
Kerne können automatisch eingelegt werden. Komplizierte Innenformen bleiben möglich, solange der Ballen reicht. Der Kerneinleger ist Teil der Strecke, nicht ein Extra für Spielzeugteile.
Der Sand ist Grünsand: Bentonit und Wasser, feucht verdichtet. Die Außenform kommt aus dem Ballen, die Kerne sind in der Regel Resol-CO₂.
Ohne Rahmen muss der Ballen selbst tragen, Verdichtung und Formstofffenster sitzen eng. Ein weicher Ballen bricht in der Reihe, ein zu harter reißt am Modell.
Nach dem Guss wird die Reihe aufgebrochen: der Sand geht in die Aufbereitung, das Teil geht zum Putzen, der nächste Ballen steht schon. Der Takt wartet nicht auf Handarbeit am Ballen.
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Im Betrieb / bei Röth
Die Disamatic fährt kleine und mittlere Teile: Ballen 600×480×150-395 mm, Stückgewicht 0,2-30 kg, geeignet ab etwa 20 Formen je Los, mit automatischem Kerneinleger. Ohne Einleger wird kernintensiv zur Handarbeit im Takt.
Der elektrisch beheizte automatische Vergießofen hält die Gießtemperatur gleichmäßig. Die Schmelze kommt taktweise, der Ballen wartet nicht auf die Pfanne von Hand.
Röth gießt in Mosbach Maschinenform. Die HWS daneben nimmt 5-200 kg im Kasten 1030×810×320/320 mm. Was über 30 kg oder über das Ballenmaß geht, wandert dorthin oder fällt aus dem Angebot.
Prototypen dürfen 3D-sandgedruckt sein, die Serie kehrt auf die Disamatic zurück, sobald das Los trägt. MAGMA legt Anschnitt und Speiser in den Ballen.
Geliefert wird das Rohteil, geputzt, oft gestrahlt. Die Bearbeitung bleibt beim Kunden. Handform großer Einzelstücke gibt es hier nicht.
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Was in der Praxis zählt
Auf der Bestellung zählen Stückgewicht 0,2-30 kg, Ballenmaß und Los ab etwa 20 Formen. Ein Einzelstück auf der Disamatic rechnet sich selten, ein kleines Serienteil auf der HWS oft auch nicht.
Die Ballenhöhe 150-395 mm ist ein Fenster, kein Wunschmaß. Speiser, Kernmarke und Kontur müssen hinein. Was oben raussteht, geht nicht.
Die senkrechte Teilung ändert Anschnitt und Kernlage. Was auf der HWS im Unterkasten liegt, steht hier oft quer. Die Konstruktion muss das wissen, bevor die Platte kommt.
Mehrfachbelegung im Ballen nur, wenn jedes Teil speist und putzbar bleibt. Dicht an dicht spart Sand und erschwert den Anschnitt.
- 0,2-30 kg und Ballenmaß zusammen prüfen.
- Kernzahl über den automatischen Einleger planen.
- Los ab etwa 20 Formen, sonst die Anlage wechseln.
- HWS erst denken, wenn Gewicht oder Maß den Ballen sprengen.
- Elektrisch beheizten Vergießofen als Taktgeber mitdenken, nicht als Dekor.
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Typischer Fehler
Disamatic mit Spielzeug für einfache Teile verwechseln. Der Kerneinleger ist genau für komplizierte, maßgenaue Teile da. Kernintensiv heißt nicht automatisch HWS.
Ein 80-kg-Gehäuse auf den Ballen legen wollen. Das Gewicht und das Maß lügen nicht. 30 kg sind die Obergrenze dieser Strecke.
Kastenlos mit formlos verwechseln. Der Ballen hat ein Maß, Freiheit im Maß hat die Handform, nicht die Disamatic.
Ein Los von drei Formen bestellen und Serientakt erwarten. Unter etwa 20 Formen trägt die Anlage das Umrüsten selten.
Die senkrechte Teilung ignorieren und eine HWS-Teilung auf den Ballen kleben. Ausheben und Kernlage drehen sich mit. Die erste Form lehrt es.
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Grenze
Ballenmaß und Gewichtsspanne gelten für die Anlage in Mosbach, nicht für jede Disamatic weltweit. 600×480×150-395 mm und 0,2-30 kg sind Betriebszahlen.
Über 30 kg oder außerhalb des Ballens liegt die HWS, sofern 5-200 kg und der Kasten reichen. Darüber liegt keine Handform in diesem Betrieb.
Dieser Eintrag erklärt Ballenguss, wie er bei Röth läuft, er ersetzt keine Einformprüfung. Kokille und Druckguss bleiben außen vor.
Rohteil heißt: geputzt, oft gestrahlt, mit Aufmaß. Fertigmaß kommt aus der Bearbeitung, nicht aus dem Ballen.
Ballenguss erklärt die kastenlose Form in Mosbach. Andere Disamatic-Maße stehen woanders. Hier gelten das genannte Ballenmaß und 0,2-30 kg.